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4 Genesis 3,24

Stammzellen

 


Der deutsch-israelische Greuel oder
der Griff nach dem Menschen



Es war ein "Weihnachtsgeschenk" besonderer Art, welches Prof. Oliver Brüstle vom Robert-Koch-Institut in Berlin erhielt. Für sein Vorhaben, experimentelle Forschung an embryonalen Stammzellen durchzuführen, bekam er noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest 2002 die neuerdings vorgesehene gesetzliche Ausnahmere- gelung. Für Prof. Brüstle und seine Mitarbeiter ist der Weg nun frei. Das Ziel: heute noch unheilbar kranken Menschen durch gezielte Forschung an den Stammzellen in Zukunft Heilung zu schenken.


Wer wünschte sich das nicht?


Doch jene, die, wie Prof. Brüstle, sich einer solchen Me- thode bedienen wollen, unterliegen-Gott sei es geklagt- einer verhängnisvollen Verblendung. Statt die Menschheit zu beschenken, richten sie einen dreifachen Greuel auf.


1.) Man muß klar erkennen, daß es sich bei embryonalen Stammzellen um jene Urzellen des Embryos handelt, in welche die Anlage seiner ganzen körperlichen Entwicklung hineingegeben ist1. Ein Embryo ist kein neutrales Gebilde, sondern es handelt sich um einen Menschen in einem embryonalen Zustand. Die Stammzellen, die nun zur Forschung verwendet werden, sind jenen Embryos entnommen, die bei dem Vorgang der künstlichen Befruchtung “überzählig” sind und seitens der Eltern keine zukünftige "Verwendung" mehr finden. Ihr Schicksal ist es, tiefgefroren in einem Labor zu lagern, um dann entweder irgendwann "entsorgt" zu werden, oder ihre Eltern geben sie für andere Eltern oder zu Forschungszwecken frei. Mit der Entnahme der Stammzellen stirbt der Embryo.


All diejenigen, die versuchen, dem Menschen in einem frühen Stadium seiner Existenz das "Menschsein" abzusprechen, um so seine vorgeburtliche Tötung und die experimentelle Forschung an seinen Stammzellen zu rechtfertigen, haben die Beweislast auf ihrer Seite. Das gilt auch für religiöse Vorstellungen, welche die Einwohnung der Seele auf einen späteren Zeitpunkt nach der Zeugung verlegen und so bedauerlicherweise indirekt helfen, die moralische Hemmschwelle zur Tötung eines Menschen zu senken2. Jeder Zugriff auf einen Menschen und sein fremd verschuldeter Tod sind jedoch ein bit- terer Angriff auf sein Lebensrecht. Seine erzwungene Verfügbarkeit und Instrumentalisierung ist ein widerwärtiger Greuel.



Nicht unerwähnt soll bleiben, daß sich hier für die Zukunft ein lukrativer Markt auftut. Was kostet ein Mensch im embryonalen Zustand  bzw. seine Stammzellen? Dreissig Silberlinge?

2.) Es hiesse die Augen zu verschliessen, wenn wir nicht die Konsequenz jener Handlungen bedenken. Da, wo eine Türe aufgemacht wird, gehen die Menschen hindurch. Auch strenge Ausnahmeregelungen, wie sie derzeit noch in Deutschland gelten, täuschen nicht darüber hinweg, dass nun prinzipiell das Tor zu solchen Versuchen geöffnet wurde. Die Absurdität einer solchen gesetzlichen Regelung ist sehr leicht an der Abtreibungsgesetzgebung in Deutschland zu erkennen. Gesetzlich ist die Abtreibung nicht erlaubt. Die Tötung eines ungeborenen Kindes wird aber, wenn sie im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben erfolgt, strafrechtlich nicht verfolgt. Die Folge: faktisch existiert der Schutz für ungeborene Kinder nicht mehr. Wir erleben im Laufe der Jahre eine millionenfache Tötung unschuldiger Menschen.


Mit der Genehmigung für Prof. Brüstle und inzwischen für einen zweiten Wissenschaftler werden weitere Entwicklungen folgen! Eine grauenhafte Vision beginnt sich zu realisieren.


3.) Wenn all dies schon Grund genug ist, uns Menschen aufzuwecken und die Würde des Einzelwesens zu verteidigen, bekommt der deutschisraelische “Stammzellen-Deal” jedoch noch einmal eine besonders makabre Note. Da es sich bei Embryonen um Menschen handelt, muß man davon ausgehen, daß in Haifa (Israel), mit der Entnahme der Stammzellen jüdische Menschen getötet wurden. Die Stammzellen dieser Menschen dienen jetzt deutschen Wissenschaftlern zur Forschung3! Das ist die unverschleierte Wahrheit. Für einen gläubigen Menschen geht es bei diesen Vorgängen noch um eine andere Dimension. Der Mensch verdankt sein Leben nicht sich selbst, sondern seinem gütigen Schöpfer. Der Angriff auf das Leben eines Menschen stellt somit auch einen Angriff auf Gott bzw. auf seine Schöpfungsabsicht dar. Mit der Forschung an embryonalen Stammzellen, die ihrem gottgegebenen Sinn entzogen und nach den Plänen von Wissenschaftlern manipuliert werden, versucht man, eigenmächtig nach dem Geheimnis des Lebens zu greifen. In einem biblischen Bild bewachen jedoch “Cherubim und das lodernde Flammenschwert” den Weg zum Baum des Lebens4. So wird die Menschheit zunächst einen Weg durch das Tal der Demut zurückzulegen haben, um von ihrer Hybris geheilt zu werden. Es ist meine Hoffnung und mein Gebet, daß der Mensch diese Gnade zu nutzen versteht und lernt, die Gebote Gottes zu achten und die Würde eines jeden Menschen zu respektieren.







Br.Elija
Bodman-Ludwigshafen, den 5. Februar 2003

Persönlicher Kontakt:
Br. Elija, Kloster Frauenberg, 78351 Bodman/ Ludwigshafen, e-mail: elija@jemael.de


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1 Nach der Befruchtung der Eizelle durch ein Spermium finden die ersten Zellteilungen statt. Der Embryo besteht nun aus totipoten- ten Zellen, d.h. diese Zellen sind noch nicht festgelegt. Sie können je nach den Bedingungen, die auf sie einwirken, Blutzellen, Nervenzellen, Muskelzellen o.a. bilden. Diese Fähigkeit macht embryonale Stamm- zellen einzigartig, denn die Zellen im Körper des Menschen sind fast alle in ihrem Schicksal festgelegt: sie sind z.B. Hautzellen, Leberzellen oder Muskelzellen und werden das auch immer bleiben - sie können sich in der Regel nicht »zurückentwickeln» oder gar ineinander umwandeln.

2 Selbst wenn diese
Vorstellung der Wahrheit entspräche, wäre in diesem Fall die beginnende leibliche Existenz für die Einwohnung der Seele vorbereitet und es bestünde kein Recht diese Existenz zu vernichten. Die katholische Kirche hingegen lehrt, daß der Mensch von Anfang an Mensch ist und deshalb ist sein Leben unan- tastbar.

3  Aus einem Interview mit Prof. Brüstle, Handelsblatt, 09-01-03


Nach mehr als zwei Jahren Wartezeit haben Sie vor kurzem die Genehmigung zur Einfuhr von embryonalen Stammzellen erhalten. Hat die Forschung nun begonnen?Ja. Wir haben erste Stammzellen aus Israel erhalten. Es gibt nicht einen einmaligen Transport, sondern wir sind eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Technion Institut in Haifa eingegangen.

Wie viele Kulturen haben Sie bekommen?

Wir haben zunächst vier Zell-Linien erhalten.

Was machen Sie damit?

Erst einmal vermehren wir diese Zellen, um Ausgangs- material für die folgenden Studien zu haben. Dann werden Verfahren angewandt, die wir mit Mauszellen erprobt haben, mit dem Ziel, Vorläuferzellen des Gehirns und des Rückenmarks zu züchten. Wir werden auch Methoden etablieren, diese Zellen genetisch zu verändern, um therapeutisch wirksame Gene einzuschleusen. In einer späteren Phase werden wir die Zellen dann in Ratten und Mäuse trans- plantieren, um  zu  prüfen, ob diese Zellen im Gehirn funktionieren und neurologische Defekte beheben können. Eines unserer wichtigsten Ziele wird sein, die Befunde der bisherigen Studien auf menschliche Zellen zu übertragen. Wir wollen überprüfen, ob die Verfahren, die so gut an den Mauszellen funktionieren, dass sie bereits therapeu- tisch eingesetzt werden, auf menschliche Zellen anwendbar sind.



 

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